Preisanpassungen in der Grundversorgung für Gas – Tarife für Neukunden und Bestandskunden sollen zusammengeführt werden

07.03.2022 - Nach den Preissteigerungen seit Anfang 2021 werden Preisspitzen seit Ende 2021 von über 175 Euro/ MWh für Erdgas aufgerufen. Der Großhandelspreis für Lieferungen wuchs im März 2022 um mehr als 500 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Branchenweit wird auch in Zukunft ein hohes Preisniveau am Gashandelsmarkt erwartet. Die Preissteigerungen zwingen die GASAG dazu, den Preis für die Grundversorgung für Bestandskunden zum 1. Mai 2022 anzuheben. Der Grundversorgungstarif für Neukunden, der im Dezember 2021 eingeführt werden musste, soll gesenkt und mit dem Tarif für Bestandskunden zusammengeführt werden.

Kundinnen und Kunden in der Grundversorgung zahlen ab Mai bei einem Verbrauch von 12.000 Kilowattstunden für eine durchschnittliche Berliner Wohnungsgröße insgesamt 118,72 Euro im Monat. Das sind 24,50 Euro mehr pro Monat und entspricht einer prozentualen Steigerung von rund 26 Prozent. Für ein Einfamilienhaus mit einem durchschnittlichen Verbrauch von 20.000 Kilowattstunden ergibt sich ein monatlicher Mehrpreis von rund 41 Euro. Der Arbeitspreis für Erdgas steigt um etwa 2,46 ct/KWh. Der Grundpreis bleibt stabil.

Die erneuten Steigerungen der Energiepreise werden viele Verbraucherinnen und Verbraucher hart treffen. Für ihre Kundinnen und Kunden wird die GASAG Verantwortung übernehmen. Die GASAG hat große Gasmengen bereits frühzeitig zu niedrigeren Preisen sichern können. Die neuen hohen Großhandelspreise müssen deshalb nicht komplett an die Kunden weitergegeben werden. Damit kann die Preiserhöhung des Berliner Grundversorgungstarif unter den Preiserhöhungen vieler Wettbewerber bleiben. Im Austausch mit den Behörden werden außerdem einkommensschwache Haushalte gezielt beraten und begleitet.

Unterstützung für einkommensschwache Haushalte

Relevante Preiserhöhungen sind in der Energieversorgung unumgänglich. Sollten deshalb Kundinnen und Kunden in Zahlungsschwierigkeiten kommen, unterstützt der Kundenservice der GASAG auf unterschiedlichen Ebenen. Ratenzahlungen oder vorübergehende Stundungen können vereinbart werden, ebenso wird zu Energiesparmöglichkeiten beraten. Die GASAG ist langjähriges Mitglied im Fachforum Energiearmut und wird dieses Engagement vor dem Hintergrund steigender Energiepreise intensivieren. Zudem tauscht sich der Kundenservice – bei Vorlage eine Vollmacht – auch direkt mit den Jobcentern und Bezirksämtern aus, um staatliche Unterstützungsmöglichkeiten unmittelbar zu sichern. Damit Unterstützung angeboten und Vereinbarungen getroffen werden können, ist es wichtig, dass sich betroffene Kunden beim Kundenservice melden.

Wichtige Hinweise bei Zahlungsverzug bietet die GASAG-Website, bald auch in 11 Sprachen: Zahlungsverzug | GASAG.

Der Gaspreis setzt sich zusammen aus den Kosten für die Gasbeschaffung und den Vertrieb. Dazu kommen noch gesetzlich festgelegte Ausgaben für den CO2-Preis, für Steuern, Abgaben und Netzentgelte. Aber nur die Kosten für Gasbeschaffung und Vertrieb sind für Energieversorger beeinflussbar.

Grund- und Ersatzversorgung wieder zusammengeführt

Der Tarif für Neukunden wird voraussichtlich ab Mai 2022 wieder mit dem Grundversorgungstarif für Bestandskunden zusammengeführt und der Preis damit um über 40 Prozent gesenkt. Ab Dezember 2021 arbeitete die GASAG – wie auch schon andere Grundversorger in Deutschland – vorübergehend und ausschließlich bei Neukunden mit einem separaten Grund- und Ersatzversorgungstarif. Wegen Insolvenzen und Liefereinstellungen von Wettbewerbern musste die GASAG seit Oktober 2021 große Mengen Erdgas zusätzlich und ad hoc für neue Kundinnen und Kunden in der Ersatzversorgung am Markt einkaufen. Allein im Dezember wurden zehn Mal mehr neue Kundinnen und Kunden als in einem Durchschnittsmonat während eines normalen Geschäftsjahres in die Grund- und Ersatzversorgung aufgenommen. Die Gasmengen für ungeplant in die Ersatz- und Grundversorgung fallende Neukunden mussten zu den jeweils aktuellen, hohen Einkaufspreisen kurzfristig am Spotmarkt beschafft werden. 
AP-U-Luchner

Pressesprecherin

Ursula Luchner

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