Fortschritt trifft Wirtschaftlichkeit.

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Die Innovationsprojekte der GASAG-Gruppe.

Bio-Erdgas, hoch effiziente Heizanlagen, innovative Energiekonzepte für ganze Quartiere – die Effizienzangebote der GASAG-Gruppe sind umfangreich. Gewinnen Sie anhand einiger ausgewählter Beispiele einen kleinen Einblick in die Welt der Energieeffizienz.

Arbeiten im Effizienzhaus: der GASAG-Unternehmenssitz auf dem EUREF-Campus

Die Einsparung von Energie ist ein Kernpunkt der Energiewende. Als Berliner Energiedienstleister fühlt sich die GASAG besonders verpflichtet, mit gutem Beispiel in Sachen Energieeffizienz voranzugehen. Deshalb arbeiten wir ab April 2021 in einem KfW-55 Effizienzhaus, mit dem die strengen Vorgaben der EnEV für den Energieverbrauch nahezu halbiert werden.

Bereits beim Bau des neuen GASAG Energiequartiers gewährleisteten der Bauherr – die EUREF AG – und seine Architekten einen nachhaltigen Umgang mit Ressourcen durch eine CO2-neutrale Errichtung. Die Dreifachverglasung, Wärmedämmung, der Einsatz von Smart Metering sowie die Nutzung von lokal erzeugter regenerativer Energie sorgen für eine hohe Energieeffizienz.

Innovatives Energiekonzept für den gesamten Campus

Seit 2014 ist die GASAG Solution Plus für die gesamte Energieversorgung des EUREF-Campus zuständig. In der EUREF-Energiewerkstatt by GASAG Solution Plus befinden sich Energieerzeuger und -wandler, die das Büroquartier mit Wärme und Kälte versorgen – und das klimaneutral zu Preisen einer konventionellen Energielösung. Das Geheimnis des innovativen Konzepts liegt in einer klugen Vernetzung unterschiedlicher Komponenten.

Verschiedene Techniken geschickt kombiniert 

Das Energiekonzept beinhaltet viele intelligente Lösungen, um den EUREF-Campus so effizient wie möglich mit Energie zu versorgen: In der Energiewerkstatt arbeiten mehrere Blockheizkraftwerke, die sowohl Strom als auch Wärme produzieren und größtenteils mit erneuerbarem Bio-Erdgas angetrieben werden. Zudem sorgen zwei Niedrigtemperaturgaskessel sowie ein Elektrokessel für eine zuverlässige Wärmeversorgung auch bei sehr hoher Stromnachfrage.

Der Clou des Konzepts ist die kombinierte Power-to-Heat/Power-to-Cold-Anlage. Sie ist die Erste ihrer Art in ganz Deutschland und wandelt überschüssigen Ökostrom in Wärme oder wahlweise Kälte um. Der grüne Strom aus Wind und Sonne kann auf diese Weise gespeichert und in die Energieversorgung einbezogen werden.

Vorausschauend versorgt mithilfe Künstlicher Intelligenz 

Besonders effizient arbeitet die Energiewerkstatt dank des selbstlernenden Steuerungssystems Geo-En | EnergyNode. Auf der Basis von Markt- und Wetterprognosen legt dieses automatisch alle 15 Minuten fest, welche Energieanlagen in welcher Reihenfolge eingesetzt werden. Die Künstliche Intelligenz wertet unter anderem das Verbrauchsverhalten und die Wetterdaten aus der Vergangenheit aus, gleicht diese mit aktuellen Wetterprognosen ab und errechnet daraus eine Bedarfsprognose. Außerdem bezieht es Daten von der Strommarktbörse ein, um auch wirtschaftlich einen möglichst idealen Fahrplan zu ermitteln.

Die EUREF-Energiewerkstatt by GASAG Solution Plus ist ein ausgezeichnetes Beispiel dafür, wie Künstliche Intelligenz die Energiewende beflügeln kann. Wir erreichen damit die Klimaziele von morgen schon heute – zu Preisen einer herkömmlichen Versorgung.
Die Energiewerkstatt kann besucht werden, wenn auch pandemiebedingt derzeit nur digital: www.energiewende-erleben.de.

Die kombinierte Power-to-Heat/Power-to-Cold-Anlage entstand im BMWi geförderten Forschungsprojekt WindNODE des Schaufensters intelligente Energie - Digitale Agenda für die Energiewende (SINTEG).

Green Building inmitten von Berlin

Die ehemalige Unternehmenszentrale der GASAG am Hackeschen Markt, das Hackesche Quartier Berlin (HQB), ist als Green Building zertifiziert und mit dem LEED Zertifikat in Gold ausgezeichnet. Das Gebäude ist ein Vorzeigeobjekt in Sachen Energieeffizienz: Mit Hilfe des Blockheizkraftwerkes (BHKW) im Keller wird das Gebäude gleichzeitig mit Wärme und Strom versorgt. Gegenüber einer getrennten Strom- und Wärmeversorgung und konventioneller Beheizung können so durch das innovative Energiekonzept rund 1.000 Tonnen CO2 pro Jahr eingespart werden.

Innovative Technik

Das BHKW arbeitet auf der Basis der „Kraft-Wärme-Kopplung“ (KWK), um die Energieeffizienz weiter zu steigern. Durch die Nutzung des Brennstoffs Bio-Erdgas für die Produktion von Strom und Wärme wird der eingesetzte Primärenergieträger optimal ausgenutzt. Das reduziert die CO2-Emissionen.

Viele gute Ideen in einem Haus 

Das Energiekonzept beinhaltet viele weitere intelligente Lösungen, um den Energieverbrauch zu senken. So sind im HQB ein Wärmerückgewinnungssystem sowie effiziente und energiesparende Leuchtmittel installiert, Bewegungsmelder und energiesparende Durchlauferhitzer statt Warmwasserboiler. Eine Photovoltaikanlage auf dem Dach trägt zur nachhaltigen Stromerzeugung bei. Die Ladestellen für E-Autos in der Tiefgarage sind ein Beitrag zur klimafreundlichen Mobilität.

Green Building mit Zertifikat: Das vorbildliche Gesamtkonzept des HQB wurde nach dem amerikanischen Standard LEED in Gold (Leadership in Energy and Environmental Design) als Green Building zertifiziert. Damit ist es ein Vorzeigeobjekt in Sachen Energieeffizienz – und ein Paradebeispiel, wie man maximale Funktionalität mit minimalen Auswirkungen auf Gesundheit und Umwelt kombiniert.

Ullsteinhaus mit neuer Heizzentrale – ein Baudenkmal wird klimaneutral

Schon beim Bau 1920 ausgesprochen innovativ, bleibt das Ullsteinhaus in Tempelhof auch im 21. Jahrhundert zukunftsweisend – vor allem in Sachen Energieversorgung.

Die GASAG zeigte bei der energetischen Sanierung im Ullsteinhaus, wie die Energiewende im Bestand gelingen kann. Heute ist der Gebäudekomplex mit dem markanten, 76 Meter hohen roten Turm ein Vorzeigeprojekt „grüner“ Wärmeversorgung.

Dezentral, kostengünstig, klimaschonend und effizient

Kann ein Baudenkmal modernen Ansprüchen an die Wärmeversorgung genügen? Mit einem individuellen Energiekonzept und viel Erfahrung gelingt das – ohne jeden Eingriff in die denkmalgeschützte Fassade. Der Ausstoß des Klimagases Kohlendioxid konnte so pro Jahr um rund 2.850 Tonnen reduziert werden, den Durchschnittsverbrauch von etwa 750 Einfamilienhäusern.

Grüne Energie doppelt genutzt

Beim grünen Blockheizkraftwerk im Ullsteinhaus setzt die GASAG ausschließlich den erneuerbaren Energieträger Bio-Erdgas ein – die erzeugte Wärme ist deshalb nahezu klimaneutral. Mit 637 Kilowatt reicht die thermische Leistung des Blockheizkraftwerks aus, um den Grundwärmebedarf zu decken. An besonders kalten Tagen heizen zusätzlich zwei moderne Gaskessel mit 5.200 Kilowatt. Mit einer elektrischen Leistung von 550 Kilowatt wird im BHKW Ökostrom erzeugt und über die GASAG vermarktet.

Wärme für ein besonderes Bauwerk

80.000 Quadratmeter beheizter Fläche sind im Ullsteinhaus zuverlässig warmzuhalten. Doch nicht nur die Größe des Gebäudekomplexes machte das Projekt zur Herausforderung: Im Keller des Gebäudes befinden sich denkmalgeschützte Räume und Einrichtungen, um die herumgeplant und -gearbeitet werden musste.

Heute ist das Ullsteinhaus ein herausragendes Beispiel dafür, wie die GASAG die Berliner Energiewende auch in denkmalgeschützten Gebäuden voranbringt.

Quartier in Lichtenberg – der grüne Altbau

Je weniger Strom und Gas eine Wohnung verbraucht, desto mehr trägt sie zu einem grünen Berlin bei. Das Pilotprojekt „Frankfurter Allee Nord“ im Bezirk Lichtenberg umfasst zwei Wohnblocks, 30 Grundstücke, 611 Wohneinheiten, 26 Gewerbebetriebe, 920 Bewohner und 41 Eigentümer. All diese unterschiedlichen Interessen müssen unter einen Hut gebracht werden, um das Nibelungenviertel energetisch zu modernisieren. Die Altbauten mit ihrem hohen Energieverbrauch bieten viele Einsparungspotenziale: Manche Wohnungen verbrauchen 120 Kilowattstunden (kWh) pro Quadratmeter, andere bis zu 210 kWh. Moderne Wohnungen brauchen dagegen nur 60 bis 70 kWh.

Gemeinsame Sache für das Klima machen

Die GASAG ist in diesem Projekt der Moderator, der alle Beteiligten an einen Tisch bringt: Energieversorger, Stadtentwickler, Wohnungseigentümer, Klimaschützer und die Mietervertretung. Mit im Boot ist auch Bezirksstadtrat Wilfried Nünthel. Er strebt eine Sanierung zum Wohle der Umwelt an, die sowohl den Mietern als auch den Eigentümern nutzt.

Die Basis des Sanierungskonzepts ist daher, Effizienzmaßnahmen zu entwerfen, die die Kosten nicht unnötig hochtreiben. Die Mieter sollen sich ihre Wohnungen weiterhin leisten können – aber klimafreundlicher wohnen. Schon die Synergieeffekte durch die Vernetzung mehrere Eigentümer verringern die Kosten der Modernisierung deutlich. Zentral installierte Heizungsanlagen, die mehrere Gebäude zugleich versorgen, sind effizienter als viele kleine Anlagen. So kann in großem Umfang Primärenergie eingespart werden.

Dr. Gitta Vischer, Bereichsleiterin für Unternehmensentwicklung: „Klimaschutz liegt in unserer aller Interesse. Wir werden deshalb in Zukunft ohnehin weniger Gas zur Wärmeerzeugung verkaufen. Also sollten wir rechtzeitig damit anfangen, die Energiewende aktiv mitzugestalten. Indem wir nicht mehr nur Händler von Gas sind, sondern Manager, der sinnvolle Lösungen aus einer Hand anbietet.“

Die GASAG Energiewelt

Verschaffen Sie sich einen Überblick über die Energieprojekte der GASAG-Gruppe: von erneuerbarer Energie über das Smart Grid auf dem EUREF-Campus bis zu den zahlreichen individuellen Energiekonzepten für Quartiere in Berlin.

Werfen Sie einen Blick auf unsere Energiewelt

AP-U-Luchner

Pressesprecherin

Ursula Luchner

030 7872-3040

presse@gasag.de

GASAG AG

EUREF-Campus 23–24

10829 Berlin